Kirchengemeinde Vahlhausen

Andacht

"Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat! "
1.Petrus 4,10

Die Welt ist voller Ermahnungen: Als Kinder haben wir gehört: Lauf nicht so schnell, sonst fällst du hin. Gib schön die Hand. Pass auf, wenn du über die Straße gehst. Und wie voll von Ermahnungen ist die Welt gerade in dieser Zeit. Geh gar nicht erst auf die Straße. Gib bloß nicht die Hand. Halte Abstand von den anderen. Und auch, wenn wir sagen, dass wir keine Ermahnungen brauchen, wir seien ja schließlich erwachsen, und können ganz gut auf uns selber aufpassen. Und auch auf andere.
Das Bild, das Sie oben sehen, ist wie ein Bild aus guten, alten Zeiten, als Kinder sich noch von ihren Großeltern Gutes tun lassen konnten. Und sei es nur, vorgelesen zu bekommen. Wie weit scheint das weg zu sein!
Und doch müssen wir eingestehen, dass es gute Ermahnungen sind, die uns in diesen so ganz anderen Zeiten an die Hand gegeben werden. Und wir müssen uns wohl eingestehen, dass wir einander am besten dienen, indem wir sie auch befolgen. Selbst, wenn sie den einen oder anderen überzogen vorkommen.
Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes. Manchmal muss sich das Dienen in einem anderen Kleid zeigen. Indem es sich auf das Nötigste beschränkt und Dinge vermeidet, die sonst unser Leben ausgemacht haben.
Das heißt nicht, dass wir nichts tun können. Wir können uns auf die Entdeckungsreise nach den Gaben machen, die Gott uns je ganz persönlich an die Hand gegeben hat, und wie wir diese einsetzen können, im Dienst an einem anderen Menschen. Vieles geht auch ohne direkten Kontakt.

Andres Wagner, Pfarrer