Kirchengemeinde Vahlhausen

Andacht

"Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. "
Hebräer 10,24

Gebt Liebe und Freude weiter!
Es ist völlig sinnlos, Kinder zu erziehen, sie machen sowieso alles nach, Erziehung ist Vorbild und Liebe. Mir sind diese Sätze stets in den Sinn gekommen, wenn ich am pubertierenden Kind fast verzweifelt bin. Am schlimmsten war es, wenn ich genau meine eigenen Charakterzüge und Verhaltensmuster gespiegelt bekommen habe. Was gebe ich da weiter, was will ich erreichen für meine Familie, für mich, für die Gesellschaft?
Achtsam sein - ein in den letzten Monaten oft geforderter Grundsatz. Und so oft er laut wurde, so oft ist er mit Füßen getreten, niedergebrüllt worden - nur einfach dagegen sein, negative Gedanken rausschreien.
Schlechte, destruktive Gedanken können einem den ganzen Tag vermiesen, vielleicht sogar das ganze Leben. Ich bin dann so erfüllt von negativen Gefühlen, Gedanken und Themen, dass für nichts anderes Platz ist.
Also: Lieber anders an den Tag, das Leben herangehen - Mut machen, Freude verbreiten, nach Liebens- und Lebenswertem Ausschau halten! Luther sagt das sehr deftig: "Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz." Die Bibel sagt es etwas feinsinniger: Macht euch gegenseitig Mut, entdeckt die Liebeszeichen Gottes und haltet die fest, die in Hoffnungslosigkeit oder Aggression versinken.
Gebt die Liebe und Freude weiter, die ihr hoffentlich in euch tragt! Christen können wirklich erlöster aussehen, wenn sie Gottes Liebe annehmen.

Carmen Jäger

Fote: Lehmann